Archiv für April, 2009
wash & run
Ich wasch mal eben meine Laufklamotten, dann kann ich wenigstens Laufen gehen.
Montag out
Am Montag war ich (mal wieder) bei meinem lieben Hausarzt, der mich auch lieb findet, denn er kennt ich nun schon 25 Jahre sagt er. (ja das ist wohl korrekt)
Deine Festplatte ist gelöscht, du bist nicht mehr die, die du mal warst, du hast nur noch deine Fassade.
Genau das hat er mir Wort für Wort gesagt.
burn out
Aha, so langsam merke ich wie sich das anfühlt. Es sickert langsam durch zu mir. So langsam verstehe ich mich wieder. Gleichzeitig wehrt sich aber irgendwas in mir, die Gegenmaßnahmen einzuleiten. Sich zu entspannen und nichts zu tun und so. Stattdessen gehen mir tausend Dinge durch den Kopf, die ich noch machen müsste und erledigt werden sollten. hm
wuselduseldingdong
Weil der freie Freitag diese Woche ein F(r)eiertag ist, hat die Oma bitteschön, heute schon nach dem Enkelkind gedürstet. Gut.
Kind also weg nun bis zum Abendbrot.
Mann ist weg bis (wahrscheinlich) nach dem Abendbrot.
Ich sitzt hier völlig alleine, verloren irgendwie mit meinem Bauchdrücken rum und könnte und müsste doch noch so viel tun… aber der Motor springt nicht an und das Benzin ist auch alle und überhaupt. Genau so fühle ich mich auch.
ich muss…
…hier sitzen, weil das Kind gerade ALLEINE isst. Und das verkraften meine Nerven heute gar nicht. Aber es geht gut
(Ab wann benutzen sie eigentlich Gabel oder Löffel?)
gelesen
Sarah Kuttner, Mängelexemplar
Ich würde denken, sie weiß wovon sie da schreibt. So leicht und ehrlich, so wahr (leider) wie sie es dort tut. Habe mich oft wiedergefunden in diesen Zeilen, was vielleicht meine derzeitige Stimmung wieder etwas getrübt hat. Ein Buch für sehr gute Zeiten und/oder sehr stabile Menschen, über (eigentlich) unglaubliche Dinge aus dem wahren Leben anderer.
11, 12, 13 bis sieben
Ich laufe. Musste mich wieder etwas auffangen und mache nun die sieben km Strecke voll.
Heute bin ich das erste Mal davon etwa die Hälfe wirklich „richtig gelaufen“. Das war am Ende gar nicht so leicht. Aber ich habe durchgehalten. Das letzte Stück habe ich mir vorgestellt, mein Bruder wäre dabei und würde mir sagen: “ Oberkörper aufrechter, Beine mehr durchdrücken…“ Dann ging mir immer durch den Kopf: “ ich schaffe es, ich schaffe es“. Letztes Mal klang die Melodie im Kopf noch etwas anders. Nämlich… „ich kann nicht mehr, ich gebe auf, ich schaffe es nicht.“ Zwar bin ich da auch weitergelaufen, denn aufgeben wäre „so leicht“, ging es mir durch den Kopf, „zu leicht, ich müsste ja einfach nur aufhören zu laufen.“ Aber das wollte ich nicht. Und deswegen bin ich weiter gelaufen.
Heute habe ich den letzten halben km geschafft, weil ich es wollte, weil ich hier schreiben wollte: Ich habe es geschafft! Ich habe nicht aufgegeben. Das war Ansporn für mich und das ist gut so.
(Denn manchmal werden die Zeiten wieder stürmischer und Dinge vernebeln die Sicht.)
abgemeldet
die nächsten Tage werde ich mich wieder zum letzten Mal mit meiner Kribbelei befassen müssen. die damen und herren in der uniklinik können mir dann evtl. noch etwas dazu sagen oder nicht. aber eigentlich will ich auch gar nichts mehr wissen. nur, ob wir noch mehr kinder haben könnten.
und dann will ich erstmal nur noch ein: Laufen.
burn baby burn
Ich vermelde den ersten Sonnenbrand des Jahres. Wie konnte ich nur so unvorsichtig sein?! (In Irland wäre mir das sicher nicht passiert. lol)